Marder, echt

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Klasse: Mammalia (Säugetiere)
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Familie: Marder
Gattung: echte Marder
Art: Dachs  (Meles meles)
  Baummarder (Martes martes)
  Steinmarder (Martes foina)
  Fischotter (Lutra lutra)

Dachs meles meles

Verbreitung und Stellung im zoologischen System
  • Der Dachs kommt außer in Afrika, Australien und Südamerika in ganz Eurasien und in Teilen Nordamerikas vor.
  • Der Dachs zählt zu den marderartigen Raubtieren.
Lebensraum
  • Laub- und Mischwälder des Flachlandes und der Mittelgebirge.
  • Dachs gilt als standorttreues Tier. In Gegenden mit Weinanbau wandert er jedoch zur Beerenreife oftmals mehrere Kilometer.
  • Dachsburg: weit verzweigtes Bausystem bis zu 30 m Durchmesser meist an Waldrändern mit umliegenden Feldern und Wiesen. Als Untermieter wird oft der Fuchs aufgenommen.

Aussehen

  • Markante schwarz-weiße Färbung am Kopf.
  • Plumper Körper, kurze, schwarze Beine.
  • Fell: Rücken schmutzigbraun bis silbergrau, Bauch hell.
  • Gewicht: bis zu 25 kg.
  • Eine äußerliche, optische Geschlechtsbestimmung zwischen Bär und Dächsin ist nicht möglich.
Nahrung
  • Allesfresser, gelegentlich auch Bodengelege oder Junghasen, Wurzeln und Früchte sowie Fallobst, Mais oder Hafer.
  • Kleintiere wie Insekten, Mäuse, Würmer und Schnecken werden mit trichterförmiger Nase aus dem Boden gegraben.
  • Der Dachs jagt nicht, sondern sammelt alles auf, was auf dem Waldboden liegt und geniessbar ist.
  • Bis zum Herbst hat er sich eine Winterreserve angefressen, da er eine Winterruhe hält. Während dieser Zeit verlässt er hin und wieder den Bau, um sein Dachsklosett, eine kleine Grube abseits des Baus, zu benutzen.
Sinnesleistung und Lautäußerung
  • Ausgesprochenes Nachttier, das sich auf seine gute Nase verlässt.
  • Gehör und Sehvermögen sind mässig ausgebildet.
  • Verständigung: Der Dachs brummt, sobald er sich bedroht fühlt. Der Ruf während der Paarungszeit, der Ranz, ähnelt einem menschlichen Schrei.
Fortpflanzung und Lebensweise
  • Geschlechtsreife: im 3. Lebensjahr.
  • Paarungszeit: Juli bis August.
  • Nach einer verlängerten Tragzeit von 7 Monaten (5 Monate Eiruhe) werden Ende Februar bis Anfang April 2 bis 5 Junge in einem ausgepolsterten Nest im Bau geboren.
  • >Junge besitzen ein wolliges, rein weißes Fell und öffnen nach 3-4 Wochen die Augen.
  • Säugezeit: etwa 13 Wochen.
  • Mit 6 bis 8 Wochen verlassen die Jungtiere erstmalig den Bau.
  • Die selbständigen Dachse überwintern mit dem Familienverband im Mutterbau, erst im darauf folgenden Jahr löst sich der Verband auf.
  • Dachse können in freier Wildbahn bis zu 12 Jahre alt werden.
Gefahren für den Dachs
  • Der Dachs hat keine natürlichen Feinde in Deutschland.
  • Hohe Jungensterblichkeit von etwa 25 Prozent durch Nässe und Kälte.
  • Seuchenartiger Lungenwurmbefall, Wildtierräude und Tollwut.
  • Straßenverkehr.
Der Dachs wird in der Fabelwelt auch Meister Grimbart genannt.
Seine Bestände haben sich in Deutschland wieder erholt, nachdem die Begasung der Fuchsbaue zur Bekämpfung der Tollwut zu Beginn der 70er Jahre eingestellt wurde.

Baummarder Martes

Baummarder

Verbreitung und Stellung im zoologischen System

  • D

Lebensraum

  • Der Baummarder ist selten und gilt als Kulturflüchter. Er hält sich hauptsächlich in ausgedehnten Laub-, Misch- und Nadelwäldern auf. Einen grossen Teil seines Lebens verbringt er auf Bäumen, wo er von Ast zu Ast und von Krone zu Krone springend auch grössere Strecken zurücklegen kann.

Aussehen

  • Der Baummarder hat dichtere, längere und weichere Grannenhaare als der Steinmarder. Die Unterwolle ist gelblich. Die Sohlen seiner Pfoten sind behaart. Sein Körper ist schlanker und hochläufiger als der des Steinmarders. Auch sein Kopf wirkt schlanker, spitzer und höher. Die Ohren ("Gehöre") sind länger und dreieckig. Der Kehlfleck des Baummarders ist meist dottergelb und nicht gegabelt. Von dieser Regel gibt es jedoch leichte Abweichungen. Der Nasenspiegel des Edelmarders ist braun gefärbt.

Nahrung

  • A

Fortpflanzung

  • Paarungszeit: Juli - August
    Trächtigkeitsdauer: 40 Wochen inkl. Eiruhe
    Wurfzeit: April
    Junge: 3 - 4

Steinmarder Martes foina

Steinmarder

Verbreitung und Stellung im zoologischen System

  • Der Steinmarder ist vor allem in Süd- und Mitteleuropa, auf den meisten Mittelmeerinseln und in Teilen Südasiens verbreitet.

Lebensraum

  • Im Gegensatz zu seinem nahen Verwandten dem Baummarder ist der Steinmarder vielfach in bewohnte Gebiete vorgedrungen, wo er in Parks und Gärten lebt und sich dort zum Beispiel in Baumhöhlen, Holz- und Reisighaufen, Erdlöchern, verlassenen Nestern oder Horste einnistet. Zunehmend ist er aber auch in Schuppen sowie Dachböden oder Speichern von Häusern anzutreffen

Aussehen

  • Er ist mit Schwanz (Rute) etwa 65 - 70 cm groß und wiegt ca. 1 kg. Auffällig ist sein weißer Kehlfleck, der bis auf die Vorderläufe hinab gegabelt ist. Sein Fell schimmert kakaofarben, die Rute ist lang und struppig.

Nahrung

  • Bei der Nahrungswahl ist der Steinmarder nicht wählerisch und anpassungsfähig. Neben Kleinsäugern, wie Wühlmausarten, Wald- und Gelbhalsmaus, Wanderratten, Hausmäusen und gelegentlich auch Spitzmäusen liebt er Früchte, wie Äpfel, Birnen, Pflaumen, Kirschen und Beeren. Allerdings sind auch Vögel und deren Gelege nicht vor ihm sicher. Verschiedene Singvogelarten wie Drossel, Amsel und Haussperling aber auch Tauben und vereinzelt Haushühner konnten als Nahrung nachgewiesen werden. Weitere Nahrungsbestandteile sind Regenwürmer, Insekten, Aas und menschliche Hausabfälle.

Fortpflanzung

  • Die Paarungszeit des Steinmarders fällt in die Monate Juli und August. Nach erst etwa 280 Tagen wirft die Fähe dann etwa im März/April drei bis vier sehr unterentwickelte Junge, die im Spätsommer selbständig werden.
  • Steinmarderwelpen sind Nesthocker, sie sind ca. 5 Wochen blind und müssen bis zu 8 Wochen gesäugt werden. Das Nest verlassen sie frühestens nach 8 Wochen, um unter Anleitung der Mutter, die Umgebung zu erkunden und zu spielen. Erst im Spätsommer werden die Jungen selbstständig und teilen dann oft noch bis zum folgenden Frühjahr das Streifgebiet der Mutter.

Lebensweise

  • In den Nachtstunden, wenn er auf Nahrungssuche geht, wird der Steinmarder aktiv. Die nächtlichen Erkundungszüge sind sehr ausgedehnt. Der Steinmarder legt dabei im Durchschnitt mehr als 8 km zurück. Nur während der Paarungszeit (Ranz) und in der Zeit der Jungenaufzucht kann er auch am Tag ausserhalb seines Unterschlupfes angetroffen werden. Bei seinen Streifgängen meidet er freies Gelände.
  • Der erwachsene Steinmarder ist mit Ausnahme der Paarungszeit Einzelgänger und duldet in seinem Areal keine Artgenossen.

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